Totentanz Arbeiten von Astrid Pazelt Vernissage: 16. Okt. 2018 um 19 Uhr Ausstellungsdauer: 16.10. – 15.11.2018

Astrid Pazelt

Geboren in Kärnten, lebt und arbeitet in Villach. Studium der Architektur und Soziologie. Magistra der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Ausbildung in Druckgraphik und Malerei bei Luise Kloos, Valentin Oman, Christine de Pauli, Ernst Gradischnig, Ingrid Jureit u.a. Ab 2009 zweijähriger Studiengang und 2013 Meisterklasse bei Prof. Markus Lüpertz an der Kunstakademie Bad Reichenhall (D). 2018 Kultur-Ehrenzeichen der Stadt Villach. Mitglied der internationalen Künstlergruppe „Breitengrad e.V“ (D), der europäischen Totentanz-Vereinigung (D) und des Kunstvereins Kärntens

Totentanz
Im Schachbrettmosaik spiegelt sich die ganze Welt. Es verbindet die Gegenwart mit der Vergangenheit bis zur biblischen Schöpfungsgeschichte. „Schwarz“ und „Weiß“ als Hinweis auf den ersten Tag, an dem Gott das Licht von der Finsternis getrennt hat. Da die Dichotomie von „Weiß/Schwarz“ oft als Symbol für „Leben“ und „Tod“ gesehen wird, verweist das Schachbrettmosaik auch auf den Tod. Die Welt des Todes wird als Schattenreich bezeichnet und das Thema „Totentanz“ hat viele Künstler, vor allem seit dem Mittelalter, aber zunehmend auch in der Gegenwart beschäftigt. Der Tod im Schachbrettmosaik zeigt sich als Partner, nach der Zahl der Felder nahezu gleichberechtigt mit dem Leben, ein Nebeneinander, harmonisch und heiter. Trifft das Licht auf die schwarz und weiß gesetzten Steine scheinen sie miteinander zu tanzen, die schwarzen Felder als Schatten der weißen. In Teurnia scheint sich niemand vor dem Tod gefürchtet zu haben.

 

Villacher Totentanz
Das Künstlerbuch: „Villacher Totentanz“ dokumentiert, wie das „Denkmal der Namen“ in der Stadt Villach, die Namen der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1938 bis 1945. Es ist dem Verein „Erinnern-Villach“ gewidmet, der seit 1994 daran arbeitet Aspekte der verdrängten nationalsozialistischen Vergangenheit ins öffentliche Gedächtnis zu rufen. Alle bisher vom Verein erfassten Namen sind im Buch ebenso festgehalten wie alle Sterbeorte. Das Buch hat 32 Seiten, alle Acryl auf Leinwand, 42 x 31 cm, ist mit einer Kordel gebunden und versiegelt. Das Original des Buches wurde 2017 der Stadt Villach geschenkt. Im Oktober 2017 wurde vor dem Dinzlschloß im Skulpturengarten ein Buchpult aufgestellt auf dem alle 32 Seiten des "Villacher Totentanzes" auf Alu Dibondplatten gedruckt geblättert werden können. Anläßlich der Einweihung des Buchobjektes wurde ein Katalog des Buches gedruckt und es entstand ein 230x130 cm großes Totentanztuch, das in der langen Nacht der Museen 2017 im Dinzlschloss gezeigt und 2018 für den St.Leopld Friedenspreis des Stiftes Klosterneuburg nominiert wurde.

www.malbuero.at

 

997106711-totentanztuch-ausschnitt-lANDNBe2kef997106711-totentanztuch-ausschnitt-lANDNBe2kef