Reisespuren Arbeiten von Klaus Hollauf Vernissage: 02. August 2018 um 19 Uhr Ausstellungsdauer: 02.08. – 30.08.2018

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...Reisespuren... von Klaus Hollauf

1957 geboren in Wolfsberg/Kärnten geboren
1977 – 1984 Studium an der Hochschule Mozarteum, Klasse für Malerei bei Prof. Peter Prandstetter
1984 Förderungspreis der Salzburger Landesregierung,

Mitglied des Kärntner und Badener Kunstvereins. Lebt und arbeitet in Pottenstein/Niederösterreich

Klaus Hollauf ist frei aller Versuchung, die Erscheinungsformen dieser Welt mit seinen malerischen Mitteln beherrschen zu wollen, vielmehr versucht er in wiederholenden Malvorgängen sich den Dingen dieser Welt anzunähern, vielmehr vermag er – mit zielgerichteter Dynamik und sensibel-wuchtvoll gesetztem Formwillen – das Moment des Unerwarteten und Überraschenden stets zu bewahren. Dabei ist die Figur das zentrale Anliegen des in hohem Maße spirituell bestimmten Strebens, die menschliche Existenz mit ihren Höhen und Tiefen anzunehmen und zu durchleben. In konzentrierten Arbeitsschritten schöpft er aus der Stille und entwickelt auf seinen Malgründen eine graphische Komponente, deren verzerrte Körperproportionen und flirrend kurvige Strichführungen zum Sprachvokabular seiner psychologischen Studien der menschlichen Grenzerfahrung werden. Unzweifelhaft ereignet sich dies in einem strukturierten noch spürbar geordneten Raum, dessen beeindruckende Spannung im gegensätzlichen Spiel von Ruhe und Dynamik, Offenheit und Geheimnis sowie Askese und Sinnlichkeit intensiviert wird.

Die wechselseitige Bedingtheit von Fläche und Linie dynamisiert die gestisch gesetzten Spuren hin zu einer „Bildtemperatur“,
die – mit unerschöpflichem Geist und hoch aufgeladener Körperlichkeit – eine berührende Balance aus expressiver und lyrischer Gesamtheit ermöglicht. Seine Tragtaschen-Arbeiten etwa führen eindrucksvoll vor Augen, dass diese beispielgebende Oberfläche der Konsumwelt einen besonderen Malgrund für die Darstellung der Wechselfälle, der Brüche und Abgründe menschlicher Existenz darstellt. Auf die Frage, welche Inhalte seine Tasche für die „letzte“ Reise bergen sollte, erwähnt Klaus Hollauf das Bewusstsein vom Wert der Selbstverwirklichung, das Gefühl der im Arbeitsprozess erreichten Selbstvergessenheit sowie die Erinnerung an die ersten warmen Frühlingstage, die „vom Eise befreit… durch des Frühlings holden, belebenden Blick“ fern allen faustischen Unvermögens die Kraft zur Welterkenntnis besitzen, wobei die Unerreichbarkeit zu Lebzeiten vom Maler Klaus Hollauf in einer grenzüberschreitenden Wahrhaftigkeit festgehalten wird.  Igor Pucker

 

Einzelausstellungen

1980 Carinthischer Sommer, Ossiach

1982 Galerie im Studentenhaus, Salzburg

1984 Österreichische Industriellenvereinigung, Klagenfurt

1989 Galerie am Rossmarkt, Wolfsberg

1991 Galerie Arcade, Mödling

1991 Rathausgalerie, Wolfsberg

1994 Stadtgalerie am Minoritenplatz, Wolfsberg

1999 Galerie in der Bezirkshauptmannschaft Völkermarkt

2000 Galerie 2000, Stainach

2001 Kunstverein Baden, Galerie Beethovenhaus, Baden

2001 Kulturzentrum am Stiergraben, Neunkirchen

2001 Galerie Jüttner, Wien

2001 RIZ Triestingtal, Berndorf

2004 Galerie Lesch, Baden

2005 “Zwischen den Zeiten”, Galerie RB St. Stefan im Lavanttal

2006 Viertelsgalerie, Bad Fischau/Brunn

2007 “Wege”, Galerie im Alten Herrenhaus, Pottenstein

2008 “Zwischenzeit”, Schloss Wolfsberg

2010 Galerie “Berndt”, Wolfsberg

2010 Galerie im Alten Herrenhaus, Pottenstein

2011 “Bruchstücke”, Grafik im Turm, St. Kanzian am Klopeiner See

2012 “LebensLinien”, Museum im Lavanthaus, Wolfsberg

2013 “Gegensätze”, Kardinal König Haus, Wien

www.klaus-hollauf.com